Voraussetzung für diese Funktion ist, das man die CAD Zeichnung in einem für Programme lesbaren Format besitzt. Unterstützt werden die Dateiformate von AutoCAD DWG und DXF. Optional stehen auch Die Zeichnungsformate Iges oder Rasterimage Formate wie PDF, JPEG, BMP oder TIFF zur Verfügung. In dem PDAP System wird zusätzlich das Modul „CAD-Prüfplan“ benötigt.
Wir starten im PDAP System den Menüpunkt „Prüfplan aus CAD
Datei“.

Als nächstes werden wir nun
aufgefordert eine CAD Zeichnungsdatei auszuwählen.


Wenn die Zeichnung Maße die nach Toleranztabellen definiert sind enthält, dann kann man die verwendeten Allgemeintoleranzen jetzt unter dem Menüpunkt „Extras -> Allgemeintoleranzen definieren“ einstellen.

Nachdem wir nun die Allgemeintoleranzen festgelegt haben können wir mit dem Stempeln der Merkmale beginnen.
Wenn wir jetzt mit der Maus einfach über ein Maß in der Zeichnung fahren, dann wird das betreffende Maß hervorgehoben. Ein Doppelklick auf das Maß zeigt dann ein Dialogfenster mit den zugehörigen Spezifikationen des betreffenden Maßes an.

Wenn die Werte geprüft und die Merkmalbezeichnung entsprechend angepasst wurde, klicken wir auf „Übernehmen“. Das Stempelsymbol können wir nur an dem Merkmal platzieren.

Wenn man möchte kann man auch mit der Bereichsauswahl ein Rechteck aufziehen und alle darin enthaltenen Merkmale bekommen dann automatisch einen Stempel.

Am Ende wenn alle Stempel gesetzt sind, kann man sich die Liste der Stempelten Merkmal anzeigen lassen. In dieser Liste kann man nun die Reihenfolge der Merkmale noch korrigieren und wenn man möchte auch neu durchnummerieren lassen.

Wenn wir mit dem Stempeln fertig sind, schließen wir die Infra-Convert Anwendung. Entweder klickt man dazu auf das kleine x in der Rechten oberen Ecke oder benutzt die Tastenkombination Alt-F4.
Es erscheint nun ein Dialogfenster mit der Frage, ob man den gerade gestempelten Prüfplan speichern möchte. Anwortet man an dieser Stelle mit „Nein“ dann werden alle gesetzten Stempel verworfen und es wird auch kein Prüfplan im PDAP erstellt. Wir wollen aber jetzt einen Prüfplan in PDAP anlegen und klicken daher auf „Ja“.

In einem weiteren Fenster werden wir nun nach den Stammdaten gefragt. Hier ist besonders das Feld „Teilenummer“ wichtig. Denn der Inhalt der Teilenummer entspricht der Erzeugnisnummer in PDAP.

Klicken wir nun auf „Übernehmen“. Als nächstes werden die gestempelten Merkmale der Zeichnung gespeichert und an das PDAP System übergeben. In PDAP wird nun geprüft ob das Erzeugnis schon vorhanden ist. Wenn dem nicht so ist, dann wird das Erzeugnis inklusive der Merkmale automatisch angelegt. Zum Schluss wird aus den gestempelten Merkmalen ein Prüfplan generiert.

Diesen Prüfplan können wir uns jetzt anschauen, wenn wir auf die Schaltfläche „Prüfplan anzeigen“ klicken.
Und so sieht nun der gerade erzeugte Prüfplan aus. Er bekommt automatisch die Prüfplan Kategorie „Sonstige“ zugewiesen. Wenn wir den Prüfplan nun zum Beispiel in der Fertigung einsetzen möchten dann gehen wir nun in den Bearbeiten Mode und ändern das Feld „Prüfplan für“ nach „SPC“. Danach wechseln wir auf den Karteireiter Inhalt und klicken einmal in die Prüfanweisungsliste.

Mit Hilfe der Schaltfläche „Schnelländerung“ können wir nun
zum Beispiel die Stichprobengröße und andere Werte der Prüfanweisungen blitzschnell
anpassen.

Am Ende einmal auf „Übernehmen“ klicken und fertig.
Zu jeder Prüfanweisung wurde ein Zeichnungsausschnitt der die Position des Merkmals darstellt mit in den Prüfplan übernommen.



Wählt am die Schaltfläche „Ändern“, dann kann man an dieser Stelle eine andere Zeichnung zum Beispiel mit einem neuen Indexstand auswählen. In diesem Fall versucht der CAD-Betrachter Infra-Convert die Stempel aus der alten Zeichnung in der neuen automatisch zu übernehmen.
Ein riesen Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, das man im PDAP System für den Prüfplan überhaupt keine Stammdaten wie Erzeugnisse, Merkmale, Fehler und Prüfplandaten eingeben muss. Das spart dem Anwender sehr viel Zeit bei der Prüfplanerstellung ein.
Der so erstellte Prüfplan kann sofort in der Fertigungsprüfung, der Wareneingangskontrolle oder bei der Erstbemusterung angewendet werden.
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